Was ist Elektrosmog?

Unsichtbare elektromagnetische Einflüsse in unserer modernen Lebenswelt

Elektrosmog ist ein Thema, das in unserer zunehmend technisierten und digitalisierten Gesellschaft immer mehr Aufmerksamkeit erhält. Obwohl wir täglich von elektrischen, magnetischen und elektromagnetischen Feldern umgeben sind, ist vielen Menschen nicht bewusst, wo diese entstehen, wie sie sich ausbreiten und welche Bedeutung sie für unsere Umwelt und möglicherweise für unseren Organismus haben können.

Elektrische Installationen, Haushaltsgeräte, WLAN, Bluetooth, Mobilfunk, 5G-Technologie, moderne Fahrzeuge und zahlreiche weitere technische Anwendungen sind heute aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Mit jeder technologischen Weiterentwicklung verändert sich auch unsere elektromagnetische Umwelt. Dabei entstehen zusätzliche künstlich erzeugte Felder, die wir mit unseren menschlichen Sinnesorganen in der Regel nicht unmittelbar wahrnehmen können.

Wir leben heute in einer Welt, die von elektromagnetischen Feldern durchdrungen ist – zu Hause, am Arbeitsplatz, unterwegs und selbst in der Natur.

Deshalb gewinnt die Frage an Bedeutung, wie wir mit diesen Einflüssen verantwortungsbewusst umgehen und unsere persönliche Umgebung möglichst bewusst gestalten können.

Für die Gabriel-Tech GmbH steht dabei ein Grundgedanke im Mittelpunkt:
Technischen Fortschritt nutzen, elektromagnetische Belastungen verstehen und Möglichkeiten zur individuellen Vorsorge aufzeigen.

Leitlinie der Österreichischen Ärztekammer

Leitlinie der ÖÄK zur Abklärung und Therapie EMF-bezogener Beschwerden und Krankheiten (EMF-Syndrom)
Verabschiedet bei der Sitzung der Referenten für Umweltmedizin der Landesärztekammern und der Östereichischen Ärztekammer am 3. März 2012 in Wien.

Quelle: www.aekwien.at

Was versteht man unter Elektrosmog?

Der Begriff „Elektrosmog“ ist keine eigenständige physikalische Messgröße, sondern eine umgangssprachliche Sammelbezeichnung für technisch erzeugte elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder.

Diese Felder unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Frequenz, Intensität, zeitlichen Veränderung und ihrer physikalischen Eigenschaften.

Grundsätzlich lassen sich mehrere Bereiche unterscheiden:

  1. Niederfrequente elektrische Felder
    Sie entstehen beispielsweise durch elektrische Leitungen, Steckdosen, Strominstallationen und angeschlossene Elektrogeräte. In europäischen Haushalten beträgt die Netzfrequenz üblicherweise 50 Hertz.
  2. Niederfrequente magnetische Felder
    Diese entstehen überall dort, wo elektrischer Strom fließt, beispielsweise an Transformatoren, Netzteilen, Elektromotoren, Haushaltsgeräten und elektrischen Anlagen.
  3. Hochfrequente elektromagnetische Felder
    Sie werden unter anderem für die drahtlose Übertragung von Informationen eingesetzt. Typische Quellen sind Mobilfunknetze, WLAN-Router, Bluetooth-Geräte, schnurlose Telefone sowie Radio- und Fernsehsender.
  4. Komplexe elektromagnetische Umgebungen
    In modernen Wohngebäuden, Büroarbeitsplätzen und Kraftfahrzeugen können zahlreiche unterschiedliche elektrische und elektronische Systeme gleichzeitig betrieben werden.

Dabei können sich Felder verschiedener Quellen räumlich und zeitlich überlagern. Wie diese Überlagerungen physikalisch zu bewerten sind, hängt von den jeweiligen Feldstärken, Frequenzen und weiteren Eigenschaften ab.

Elektrosmog – eine unsichtbare Veränderung unserer Umwelt

Unsere Natur ist seit jeher von elektrischen und magnetischen Phänomenen geprägt.

Das Erdmagnetfeld, atmosphärische elektrische Felder und elektromagnetische Strahlung natürlichen Ursprungs gehören zu den physikalischen Grundlagen unserer Umwelt.

Ein anschauliches Beispiel für das Zusammenspiel natürlicher Kräfte ist das Wetter.

Wenn unterschiedliche Luftmassen aufeinandertreffen, können komplexe Wechselwirkungen entstehen. Temperaturunterschiede, Luftdruckveränderungen und Luftströmungen führen unter bestimmten Bedingungen zu starken Winden, Gewittern oder Wirbelstürmen.

Diese Vorgänge können wir beobachten und mit unseren Sinnen wahrnehmen.

Auch elektromagnetische Felder sind physikalische Bestandteile unserer Umwelt. Im Unterschied zu Wettererscheinungen bleiben sie für unsere Sinnesorgane jedoch weitgehend unsichtbar.

Die Wettervorgänge sind dabei lediglich ein Beispiel für komplexe physikalische Wechselwirkungen. Sie lassen sich nicht unmittelbar mit der Wirkung elektromagnetischer Felder auf den Menschen gleichsetzen.

Während natürliche elektromagnetische Einflüsse seit jeher existieren, hat der Mensch durch die technische Entwicklung zahlreiche zusätzliche Feldquellen geschaffen.

Heute können wir selbst an abgelegenen Orten Mobilfunksignale empfangen oder drahtlose Kommunikationssysteme nutzen.

Die elektromagnetische Umwelt hat sich durch die technische Entwicklung grundlegend verändert. Diese Veränderungen messtechnisch zu erfassen und wissenschaftlich zu bewerten, ist eine wichtige Aufgabe moderner Umwelt- und Gesundheitsforschung.

Können elektromagnetische Felder den Menschen beeinflussen?

Der menschliche Organismus ist ein komplexes biologisches System, in dem elektrische und biochemische Prozesse eine wesentliche Rolle spielen.

Unser Gehirn verarbeitet Informationen mithilfe elektrischer Signale. Nervenzellen kommunizieren über elektrochemische Vorgänge, das Herz wird durch elektrische Impulse gesteuert, und die Energiegewinnung unserer Zellen beruht unter anderem auf elektrochemischen Prozessen.

Vor diesem Hintergrund ist es wissenschaftlich sinnvoll, mögliche Wechselwirkungen zwischen äußeren elektromagnetischen Feldern und biologischen Systemen zu untersuchen.

Dabei ist eine wichtige Unterscheidung erforderlich:
Nicht jedes messbare elektromagnetische Feld verursacht eine biologische Veränderung, und nicht jede biologische Veränderung bedeutet automatisch eine gesundheitliche Beeinträchtigung.

Ob und in welchem Umfang elektromagnetische Felder auf den Organismus einwirken, hängt insbesondere von folgenden Faktoren ab:

  • Frequenz und Intensität des elektromagnetischen Feldes
  • Dauer und Art der Exposition
  • Abstand und Position zur jeweiligen Feldquelle
  • Zeitlicher Verlauf und Modulation des Signals
  • Individuellen physiologischen Voraussetzungen

Für bestimmte Expositionssituationen sind biologische Wirkmechanismen wissenschaftlich gut beschrieben. Hierzu gehört beispielsweise die Reizung von Nerven und Muskeln durch ausreichend starke niederfrequente Felder sowie die Erwärmung von Körpergewebe durch hochfrequente elektromagnetische Energie.

Die möglichen langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen schwächerer elektromagnetischer Expositionen werden weiterhin wissenschaftlich untersucht und teilweise kontrovers diskutiert.

Dabei ist zwischen gesicherten Erkenntnissen, wissenschaftlichen Hinweisen und bislang nicht ausreichend bestätigten Hypothesen zu unterscheiden.

Elektromagnetische Belastungen im täglichen Leben

Elektromagnetische Felder begegnen uns heute in nahezu allen Lebensbereichen.

Im Wohnbereich entstehen sie beispielsweise durch elektrische Hausinstallationen, Sicherungskästen, Haushaltsgeräte, WLAN-Router, Smart-Home-Systeme und Mobiltelefone.

Am Arbeitsplatz können Computer, Monitore, Netzteile, Kommunikationsanlagen, Maschinen und technische Installationen unterschiedliche elektromagnetische Feldquellen darstellen.

In Kraftfahrzeugen kommen zahlreiche elektrische und elektronische Komponenten zum Einsatz. Dazu gehören Steuergeräte, Bordelektronik, Elektromotoren, Kabelsysteme, Kommunikationsmodule und Assistenzsysteme. Elektrofahrzeuge verfügen zusätzlich über Hochvoltbatterien und leistungsstarke elektrische Antriebssysteme.

Im persönlichen Umfeld nutzen wir zunehmend Smartphones, Smartwatches, Fitnessarmbänder, Bluetooth-Kopfhörer, Hörgeräte und weitere drahtlos vernetzte Anwendungen.

Jede dieser Technologien besitzt eigene technische und elektromagnetische Eigenschaften.

Deshalb ist es wichtig, die jeweiligen Feldquellen nicht pauschal zu bewerten, sondern ihre tatsächlichen Expositionsbedingungen zu erfassen.

Gesundheitliche Auswirkungen – was sagt die Wissenschaft?

Die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder sind seit Jahrzehnten Gegenstand internationaler Forschung.

Für bestimmte Frequenzbereiche und ausreichend hohe Feldstärken sind gesundheitlich relevante Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen.

Aus diesen Erkenntnissen wurden nationale und internationale Grenzwerte sowie Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung und von Beschäftigten entwickelt.

Diese Grenzwerte berücksichtigen insbesondere wissenschaftlich etablierte Wirkmechanismen.

Gleichzeitig beschäftigen sich Forschungsgruppen weltweit mit der Frage, ob längerfristige Expositionen und bestimmte Expositionsbedingungen weitere biologische Veränderungen hervorrufen können.

Untersucht werden beispielsweise mögliche Zusammenhänge mit:

  • Gehirnaktivität und neurophysiologischen Regulationsprozessen
  • Schlaf und Erholung
  • Herzratenvariabilität und autonomem Nervensystem
  • Oxidativem Stress und zellulären Reaktionen
  • Hormonellen und immunologischen Regulationsprozessen

Die wissenschaftliche Evidenz ist je nach Fragestellung unterschiedlich. Einzelne Studien berichten über Veränderungen bestimmter biologischer Parameter, während andere Untersuchungen entsprechende Ergebnisse nicht bestätigen.

Daher sind reproduzierbare Untersuchungen, kontrollierte Studiendesigns und unabhängige wissenschaftliche Bewertungen von besonderer Bedeutung.

Unser Forschungsansatz besteht darin, mögliche Zusammenhänge nicht allein zu vermuten, sondern mithilfe moderner Messverfahren systematisch zu untersuchen.

Gabriel-Tech – Messen, analysieren und gezielt handeln

Seit 1996 beschäftigt sich die Gabriel-Tech GmbH intensiv mit der Untersuchung elektromagnetischer Felder sowie der Entwicklung und Weiterentwicklung spezieller Mess- und Entstörungstechnologien.

Unsere langjährige Erfahrung in der physikalischen Messtechnik bildet die Grundlage unserer Gabriel-Objekt-Beratung.

Wir verfolgen dabei einen ganzheitlichen Ansatz, der technische Messungen, individuelle Beratung und wissenschaftlich orientierte Forschung miteinander verbindet.

Die Gabriel-Objekt-Beratung

Unsere speziell ausgebildeten Gabriel-Objekt-Berater untersuchen die elektromagnetischen Gegebenheiten in Wohn- und Arbeitsräumen sowie in Kraftfahrzeugen.

Dabei werden vorhandene Feldquellen identifiziert, Messwerte dokumentiert und mögliche Maßnahmen zur Verringerung der Exposition aufgezeigt.

Hierzu gehören beispielsweise die Optimierung technischer Installationen, die Veränderung von Gerätepositionen, die Vergrößerung von Abständen zu Feldquellen und weitere geeignete Maßnahmen.

Darüber hinaus beschäftigt sich Gabriel-Tech mit der Entwicklung spezieller Technologien, deren mögliche Wirkungen im Rahmen physikalischer und ergänzender physiologischer Untersuchungen bewertet werden.

Unser Leitgedanke lautet: Elektromagnetische Einflüsse sichtbar machen, Zusammenhänge verstehen und individuelle Lösungen entwickeln.

Wissenschaftliche Forschung im CIM-Labor

Ein besonderer Schwerpunkt unserer heutigen Forschungsarbeit liegt in der Zusammenarbeit mit der Consilium Integrative Medizin GmbH (CIM) in Kelkheim am Taunus.

Dort werden moderne physikalische Messverfahren mit medizinischen und neurophysiologischen Untersuchungsmethoden kombiniert.

Zum Einsatz kommen unter anderem:

  • Hochauflösende 256-Kanal-Elektroenzephalografie (EEG)
  • Herzratenvariabilitätsmessungen (HRV)
  • Hochfrequenzmesstechnik (HF)
  • Ergänzende physiologische Untersuchungsverfahren

Mit diesen Methoden untersuchen wir unter definierten Versuchsbedingungen, ob und in welchem Umfang elektromagnetische Expositionen mit Veränderungen der Gehirnaktivität und weiterer physiologischer Parameter verbunden sein können.

Ein weiterer Bestandteil unserer Arbeit ist die wissenschaftliche Untersuchung von Technologien, die zur Beeinflussung elektromagnetischer Expositionsbedingungen oder möglicher physiologischer Reaktionen entwickelt wurden.

Die Ergebnisse solcher Untersuchungen müssen stets im Zusammenhang mit dem jeweiligen Studiendesign, der Anzahl der untersuchten Personen und der wissenschaftlichen Aussagekraft betrachtet werden.

Unsere Philosophie – Vorsorge beginnt mit Wissen

Wir sind überzeugt, dass verantwortungsbewusste Vorsorge mit einem besseren Verständnis unserer Umwelt beginnt.

Die moderne Technik bietet uns enorme Vorteile und ist ein unverzichtbarer Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden.

Unser Ziel ist deshalb nicht, technische Entwicklungen grundsätzlich infrage zu stellen, sondern ihren Einsatz bewusst, verantwortungsvoll und auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse zu begleiten.

Dazu gehört auch, unnötige elektromagnetische Expositionen dort zu reduzieren, wo dies technisch sinnvoll und praktikabel möglich ist.

Wir möchten Menschen dabei unterstützen, ihre persönliche elektromagnetische Umgebung besser zu verstehen und informierte Entscheidungen für ihr Wohn-, Arbeits- und Lebensumfeld zu treffen.

Denn für uns steht seit drei Jahrzehnten ein Grundsatz im Mittelpunkt:

Der Mensch steht im Mittelpunkt – Forschung ist unser Weg, Innovation unser Antrieb und Verantwortung unsere Verpflichtung.

Gabriel-Tech – Forschung, Innovation und Verantwortung für Mensch und Umwelt.

EUROPAEM EMF Leitlinie 2016

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 ist in der internationalen Fachzeitschrift Reviews on Environmental Health veröffentlicht und online (Open Access) verfügbar.

Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 wurde von der EUROPAEM EMF – WORKING GROUP erstellt und vom EUROPAEM Vorstand am 9. August 2016 angenommen. Die EUROPAEM EMF Leitlinie 2016 repräsentiert den aktuellen Stand der medizinischen Wissenschaften.

Ziel und Kerninhalt der EUROPAEM EMF Leitlinie 2016

Konzepte für die Diagnose und Behandlung von EMF-bedingten Gesundheitsproblemen zur Verbesserung / Wiederherstellung individueller gesundheitlicher Folgen und Strategien für die Prävention.